Retrospektive! Was hat sich in der Werbung geändert?

Die 90er waren doch klasse, oder etwa nicht? Nicht nur die Spice Girls und Backstreet Boys hatten ihren Durchbruch, sondern auch einige Marken. Aber wie sieht das heutzutage aus? Was hat sich in der Werbung verändert? Oder ist alles beim Alten?

Legendäre Werbespots

Auf MTV und VIVA wurde angeblich das Radio getötet und unzählige Musikvideos erblickten das Licht der Welt. Auf den anderen Sender waren kurze nacheinander geschaltete Videoclips eher unbeliebt – sogenannten Werbespots. Zu Unrecht, denn einige dieser Werbeblockfüller gelten heutzutage als legendär. Einige Beispiele gefällig?

Man sieht alleine an dieser Aufzählung, dass man nicht unbedingt den Spot oder ein Bild dazu sehen muss, um die jeweilige Werbung vor seinem inneren Auge visualisieren zu können. Die Erinnerungswirkung von solchen Werbespots ist sehr hoch und wirken noch 20 bis 30 Jahre später nach.

 

War Werbung früher besser?

Nicht unbedingt. Sie war jedoch mutiger. Werbung hat in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer mehr zurückgesteckt, was u. a. auch an neuen Regelungen wie der DSGVO liegen mag. Zwar bieten neue Medien und Technologien bessere Bedingungen für hochwertigere Werbung, bremsen sie jedoch auch aus. Werber sind zum Teil schier überfordert mit den vielfältigen Möglichkeiten und wollen sich keine Fehler erlauben. Zudem müssen Kampagnen heutzutage cross-medial funktionieren, was wiederum Einschränkungen mit sich bringt.

Das Massenmedium Fernsehen wurde zunehmend durch das Internet und die Sozialen Medien abgelöst. Auch Radio und Printmedien wandern immer mehr in die Online-Welt. Im Internet dominieren klar die User mit Ice Bucket Challenge, Memes, Pranks und Co. Da ist es nicht einfach das Rad neu zu erfinden.

 

Ist jetzt alles doof?

Natürlich nicht. Es gibt sie noch, die kreativen Werber: IKEA, EDEKA, Red Bull, Astra – um nur ein paar zu nennen. Kreativität, Humor und ein Fünkchen Selbstironie sind das Geheimrezept von guten Inhalten. Die Maßnahmen sind nah an der Zielgruppe und lösen Emotionen aus. Dass solche Kampagnen viral gehen, verwundert niemanden. Eine Win-Win-Situation für Nutzer und Unternehmen!

 

Fazit

Aus eigener Erfahrung können wir sagen, dass es ausreichend kreative Ideen gibt. Die meisten bleiben jedoch in der Schublade aus Angst etwas zu wagen; Aus Angst vor Shitstorms oder aus Angst den Pitch zu verlieren. Wer jedoch mit gesundem Menschenverstand an die Sache rangeht und alle Rahmenbedingungen beachtet hat, kann mit kreativer Werbung nur gewinnen. Es mangelt weder an Ideen, technischen Voraussetzungen oder medialen Möglichkeiten.

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